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Thüringer Allgemeine Zeitung:
Ausstellung in der Hofküche in Sondershausen

Der Sondershäuser Fotograf zeigt ab 10. Juli Werke zum Thema „Die Welt aus meiner Lichtweise“.

Sondershausen (Kyffhäuserkreis). In der Hofküche im Sondershäuser Schloss wird am Donnerstag, dem 10. Juli, um 16 Uhr die Ausstellung „Die Welt aus meiner Lichtweise“ von Jens Kühnemund eröffnet.

Über die Ausstellung heißt es vom Künstler: „Es sind die verlassenen Orte, deren Faszination von ihrer lebendigen Geschichte herrührt. Hat man erst einmal einen dieser Orte entdeckt und sich dann dazu entschlossen, auf welchen Weg auch immer, in diesen einzudringen, verspürt man sofort, vermischt mit dem modrigen Geruch des Vergänglichen, einen Hauch von Magie und fühlt sich ein kleinwenig wie Heinrich Schliemann, dem Entdecker von Troja und anderer vergangener Welten.“

Man nenne es „Urban Exploration“, ein Begriff, der sich in der Fotografenszene zunehmend etabliere. Hierbei gelten den Angaben zufolge unumstößliche Regeln, deren disziplinierte Einhaltung nicht nur das Objekt an sich, sondern auch den Fotografen und dessen Ausrüstung vor Unvorhergesehenem bewahren soll. Denn diese Orte seien in der Regel baufällig und es bestehe oftmals akute Einsturzgefahr. Aus diesen und vielen anderen Gründen (erwähnenswert ist hierbei vor allem der Vandalismus) werden viele dieser „lost places“ gesperrt bzw. bewacht und ein Eindringen übersteigt häufig die Grenzen der Legalität. Es gilt: Eintreten, fotografieren, nichts berühren oder mitnehmen und den Ort unverändert wieder verlassen, heißt es.

„Mein Anliegen ist es, dem Betrachter meiner Bilder einen kleinen Einblick in diese faszinierenden Welten zu ermöglichen, deren Reize normalerweise im Verborgenen bleiben, bis diese zerfallen und für alle Zeiten verloren sind. Zu dem habe ich die Ausstellung mit Landschaftsfotografie abgerundet, um auch hier dem Besucher einen weiteren Einblick in mein umfangreiches Portfolio zu ermöglichen“, so Jens Kühnemund.

Geboren wurde er am 25. September 1966 in Sondershausen, studierte an der Fachhochschule Gotha und machte den FH-Abschluss zum Diplomingenieur.

1990 zog er nach Wesel um, arbeitet seit 1995 unter anderem als Grafiker in der Medizin-Industrie. Nebenberuflich ist der Vater einer Tochter Fotograf. Ansonsten fährt er leidenschaftlich gern Motorrad und ist ein Architektur- / Landschafts- / Portrait – Aktfotograf mit einer unverkennbaren Passion zum Maroden, wie er selbst sagt.

Die Fotos der „lost places“ wurden in einer besonderen Art aufgenommen und bearbeitet. Hierzu nutzt der Fotograf sogenannte Belichtungsreihen mit bis zu 8 Bildern, die software-technisch zu einem „HDR“ (High-Dynamic-Ranging) zusammengeführt und mittels Photoshop abschließend bearbeitet werden.

Die Ausstellung soll bis Dezember in der Hofküche zu sehen sein.

Ireen Wille / 04.07.14 / TA

Picture Magazin 09/2014

Fotokünstler Jens Kühnemund, der sich hinter dem Namen J-K-PhotoArt verbirgt, fotografiert Damen in zarten Spitzenkleidern ebenso wie verfallene Villen mit ihren geheimnisvollen Ecken und Kanten. Die beeindruckende Bandbreite seiner Fotokunst erstreckt sich von Landschafts- und Lost Places- über Makrofotografie bis hin zu Akt- und Porträtbildern.

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